Dinner

Kartoffelsuppe nach Mamas Rezept

31. Januar 2017
Kartoffelsuppe

Habt ihr ein Rezept oder ein Lebensmittel, bei dem ihr euch sofort in eure Heimat zurückversetzt fühlt – das vielleicht sogar Heimat für euch bedeutet?

Für mich ist Heimat total lang kein greifbarer Begriff gewesen. Ich bin als Kind und Jugendliche oft umgezogen und weiß bis heute keine Antwort darauf, wenn mich jemand fragt, wo ich herkomme. Meine Heimat ist weder meine Geburtsstadt, noch die Stadt in der ich als Jugendliche lang gelebt habe und auch nicht Hamburg, wo ich mich nun seit zwei Jahren irgendwie Zuhause fühle.

So richtig bewusst wurde mir dieses Heimatding erst, als ich zum ersten Mal „Oft gefragt“ von AnnenMayKantereit hörte, in dem der Sänger über seinen Vater singt: „Zu Hause bist immer nur du. Ich hab keine Heimat, ich hab nur dich.“ Da wurde mir bewusst: Ich habe vielleicht keine lokal einordbare Heimat, aber im Herzen ist meine Heimat irgendwie immer dort, wo meine Eltern sind.

Deswegen ist mein Gericht, das ich mit Heimat verbinde, die Kartoffelsuppe meiner Mama, die ich schon als Kind geliebt habe. Und auch jetzt frage ich immer, wenn ich nach Hause fahre: „Gibt es am Wochenende auch Kartoffelsuppe?“
Egal, wie oft ich diese Suppe schon selbst nachgekocht habe – es fehlt immer etwas. Ich glaube, das ist dieses Fünkchen Liebe, das Mamas immer an das Essen geben. Das kann man mit meinem Gewürz der Welt ausgleichen.

Nichtsdestotrotz schmeckt diese Kartoffelsuppe auch so wunderbar und hilft an miesen kalten Tagen gegen das Heimweh, das auch bei erwachsenen Kindern immer mal wieder ein bisschen aufkommt.

Kartoffelsuppe

Rezept (für 4 Portionen Kartoffelsuppe):

1 Bund Suppengemüse (oder Alternativ 1/2 Kmollensellerie, 1 Stange Lauch und drei Möhren)
1 Zwiebel
600 g Kartoffeln
2 EL Öl
1,5 l Gemüsebrühe
Salz
2 TL Suppengewürz
1 TL getrockneter Majoran
Pfeffer
2 Würstchen

  1. Zuerst schneidest du das Suppengemüse in grobe Würfel. Die Zwiebel ebenfalls würfeln. Die Kartoffeln schälen und auch in Würfel schneiden.
  2. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel andünsten. Das Suppengemüse dazugeben und anbraten, bis es ein wenig Farbe bekommt. Dann die Kartoffeln dazugeben und mit der Brühe ablöschen. Mit Salz, dem Suppengewürz und Majoran abschmecken und die Kartoffelsuppe 20 bis 30 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse schön weich ist.
  3. Dann kannst du die Suppe mit einem Kartoffelstampfer pürieren. Theoretisch tut es hier auch ein Pürierstab, aber ich mag es, wenn die Suppe noch leicht stückig ist.
  4. Die Kartoffelsuppe mit Pfeffer und Salz abschmecken. Die Würstchen in Ringe schneiden und mit der Kartoffelsuppe servieren.

Der Beitrag ist Teil der Homemade Action-Bloggerparade rund um das Thema Eintöpfe, Saucen und Fonds.

2 Comments

  • Reply Karina 31. Januar 2017 at 17:55

    Sieht total lecker aus, da bekommt man direkt Hunger 🙂

    • Reply Melanie Fankhänel 2. Februar 2017 at 12:44

      Es ist auch so lecker – obwohl es ja eigentlich nur eine ganz simple Kartoffelsuppe ist.

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